Das Hundegebell war schon von weitem zu hören, als wir kurz nach 10:00 Uhr an der Husky Farm eintrafen. Zwei Schlitten waren abfahrbereit mit jeweils 12 Hunden eingespannt. Sie konnten es kaum erwarten, endlich losrennen zu dürfen. Die ersten acht wurden schnell ausgewählt und auf ging es in die erste Runde. Der Rest von uns wartete in einer runden Holzhütte , wo wir uns aufwärmten und Tee tranken. Die Schlittenbesetzung wurde der Grösse nach ausgewählt, da die Hunde zu Beginn natürlich mehr Power haben. Ich war in der letzten Gruppe, da meine Freunde eher kleiner sind.

Zu fünft quetschten wir uns in den Schlitten rein und los ging es. (Der Kopf der 5. Person ist hinter meinem versteckt XD)

Die Hunde gaben Vollgas und der Wind peitschte einem ins Gesicht. Mir war trotzdem warm durch die Körperwärme der anderen. Es war unglaublich, denn dieses Erlebnis steht schon auf meiner Liste, seit ich das Buch „Shasta, mein treuer Husky“ vor einigen Jahren gelesen hatte. Ich genoss jede Sekunde, und doch war es am Ende zu kurz für meinen Geschmack. Immerhin konnten wir uns danach noch bei den Hunden mit Streicheleinheiten bedanken, bis sie zurück in ihre Gehege gebracht wurden.

Auf der Fahrt zurück nach Vasatokka machten wir bei einer Tankstelle mit Souvenirshop Halt, wo ich dieses flauschige Rentier kaufte.

Zurück beim Lagerhaus stellten wir uns alle noch für ein Gruppenfoto auf, da es ja schon der letzte volle Tag zusammen war.

Die Flagge ganz rechts, blau-rot mit einem grünen und einem gelben Streifen in der Mitte und einem rot-blauen Kreis ist die Flagge der Sami. Blau, Rot, Gelb und Grün stehen für die verschiedenen Stämme, die in Lappland über die vier Länder Finnland, Schweden, Norwegen und Russland verteilt leben. Der rote Halbkreis steht für den Polartag (Sonne) und der blaue Halbkreis für die Polarnacht (Mond).

Zur Feier des letzten gemeinsamen Abends gingen wir noch einmal in die Sauna, wobei wir uns richtigerweise mehrmals dazwischen im Schnee abkühlten.
Am späteren Abend machten wir noch ein Lagerfeuer und als es dann Zeit wurde, die Party nach drinnen zu verschieben, machten es sich alle auf dem Sofa unserer Wohngemeinschaft bequem. Jeder tischte seine übrigen Snacks auf und wir besprachen bis tief in die Nacht, was wir alles in den letzten Tagen erlebt hatten.
